Keine Kollegialität mit militantem Antijournalismus

Apollo-News und Nius sind für uns rechte PropagandistInnen mit Kamera und Internetblog. Sie betreiben Hetze, nicht Journalismus: sie bedrängen Leute auf Demos, sie filmen ohne Abstand und denunzieren auf ihren Webseiten Menschen mit Namen, Gesicht und Adressen. Sie bringen keine Nachrichten, sondern Hass und Desinformation. Sie leisten einen gezielten Beitrag dazu, Menschen zu diffamieren und an den Online-Pranger zu stellen. Per Social Media werden Menschen zum Abschuss freigegeben – Selbstjustiz, Morddrohungen und stochastischer Terrorismus sind oft die Folgen.

Einige Medien von taz über Zeit, Süddeutsche und Deutschlandfunk und auch Reporter ohne Grenzen haben in Folge der Geschehnisse um den AfD-Parteitag in Erfurt ohne Not und ungefragt die Kameraträger von Apollo-News als Journalisten bezeichnet. Sie haben ihre Solidarität erklärt und von Aktivist*innen Einhaltung der Pressefreiheit eingefordert. Wo blieben hier Einordnung oder Kritik an der Desinformation, an gefährlichen Feindmarkierungen, an Hasskampagnen von als JournalistInnen camouflierter rechter Akteure auch gegen Presse des öffentlich-rechtlichen Rundfunks? Leider Fehlanzeige. Der SPIEGEL hat zumindest die Krücke „Medienschaffende“ verwendet. Es geht also anders.

Als linke Aktivist*innen wissen wir, dass uns auf Demonstrationen mit Apollo-News, Nius, Auf1, Junge Freiheit oder ähnlichen Portalen keine JournalistInnen gegenüberstehen, sondern politische Gegner mit dem klarem Programm, eine autoritäre Gesellschaft herbeizuhetzen. Auch widersetzen hat sich auf der Pressekonferenz geweigert, diesen Antijournalismus salonfähig zu machen und deren Fragen nicht beantwortet.

Als Kampagne Nein zu Nius sagen wir:

Pressefreiheit ist und bleibt ein Abwehrrecht gegenüber dem Staat. Wir als Antifaschist*innen haben ein Abwehrrecht gegenüber rechten Kameraträgern, die massiv zu Bedrohungsszenarien beitragen und sich an keinen Pressekodex halten. Wir haben jedes Recht, die Kooperation zu verweigern.

Kampagne Nein zu Nius im Juli 2026

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